Willkommen bei Finanzkompetenz im Alltag

Hervorgehoben

Wenn Sie Sicherheit und Klarheit im Umgang mit Ihrem Geld gewinnen wollen,
wenn Sie unabhängige und neutrale Unterstützung in finanziellen Entscheidungen benötigen,
wenn Sie eine Expertin an Ihrer Seite wünschen, die Ihre Fragen aus der Finanzwelt beantwortet,
dann lassen Sie uns über Geld reden:

Zum Beispiel …

  • Wo bleibt das liebe Geld? Überblick über Ihre Finanzen
  • Wofür braucht man wieviel Geld? Der individuelle Haushaltsplan für Ihre persönliche Lebenssituation
  • Wie sorge ich für die Zukunft und das Alter vor? Ihre Vorsorgestrategie für später
  • Was tun, um Geld sinnvoll anzulegen? Das ABC der Geldanlagen, Risiken und Renditen
  • Ist mein Gesamtvermögen sinnvoll aufgestellt? Eine Finanzplanung sorgt für Klarheit über Struktur, Risiko und Renditechancen Ihres Vermögens
  • Getrennt oder verwitwet – und plötzlich für alles allein zuständig? Regelung von finanziellen Angelegenheiten nach Trennung, Scheidung oder Tod des Partners

  • Endlich erwachsen! Einsteigerfragen in die Welt der Finanzen für junge Leute.

Ich bin Haushaltswissenschaftlerin und Finanzplanerin. Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit dem Geld und weiß aus meiner praktischen Tätigkeit, wie facettenreich und unterschiedlich der Umgang mit Geld, die Ziele und Bedürfnisse, aber auch das Wissen und die Vorlieben in Sachen Finanzen sind.
Deshalb erhalten Sie in meiner Beratung, Finanzplanung, in Workshops und Vorträgen kompetente und unabhängige Unterstützung in finanziellen Fragen.
Rufen Sie mich oder schreiben Sie mir eine E-Mail! Ich freue mich darauf!

Lesen Sie außerdem meinen Blog zu Finanz- und Verbraucherthemen gleich hier.

Sind Frauen die besseren Anleger?

Warum Frauen nicht einparken und Männer nicht zuhören können – So oder so ähnlich lauteten Titel von Büchern, Artikeln oder Kabarettprogrammen, in denen es um den „kleinen Unterschied mit den großen Folgen“ (Alice Schwarzer) geht, um Unterschiede zwischen Frau und Mann. Ein weitreichender Unterschied zwischen den Geschlechtern besteht in ihrem Umgang mit Geld. So wird regelmäßig in Studien herausgefunden, dass Frauen weniger risikofreudig sind, sich weniger mit Geld beschäftigen und (sic!) daher auch finanzielle Nachteile erleiden, wie die FAZ kürzlich schrieb. Die Autorin stellt zu Recht fest, dass Anlegerinnen in der Niedrigzinsphase Renditen entgehen, wenn sie weniger Aktieninvestments trauen und zudem ihre Geldanlage weniger langfristig angehen.

Die Schwierigkeit an dieser Debatte ist, dass jeder aus seiner Alltagserfahrung etwas dazu beitragen kann, dass aber zugleich viele Fallen drohen, auf Klischees und Stereotype hereinzufallen: Frauen würden eben lieber shoppen als sich mit Geld beschäftigen. Männer seien schon anthropologisch als Jäger eher auf Risiko geeicht usw. Klarer sieht man in der Diskussion um die Geschlechterunterschiede, wenn man versucht, den Unterschieden auf den Grund zu gehen. Weiterlesen

Kinder und Geld

Wer mit Kindern unterwegs ist, kennt das gut: Immer haben Kinder Wünsche Wünsche Wünsche. Im Supermarkt greifen schon die Kleinen nach bunt verpackten Joghurtbechern, Frühstücksflocken oder Süßigkeiten. Wenn die Frage nach den Lebensmitteln einigermaßen ausdiskutiert ist, dann muss man die Kinder noch am Regal mit den Kinderzeitschriften vorbeizerren. CDs, Computerspiele, coole T-Shirts, ein neues Handy – die Liste der Dinge, die Kinder haben möchten, ist lang.

Wie gehen die Eltern mit den Wünschen ihrer Kinder um?

Es gibt Eltern, die jeden Wunsch mit ihren Kindern aushandeln. Ihre Kinder besitzen kein eigenes Geld, denn die Eltern stehen auf dem Standpunkt: Wenn mein Kind etwas braucht, dann soll es mich fragen, und wir besprechen das. Das bedeutet für die Eltern natürlich häufige Debatten über all die Dinge, die Kinder haben wollen. Kinder müssen jedes Mal fragen, sich manches „erquengeln“. Vielleicht bekommen sie aber insgesamt mehr Kleidung, Zeitschriften oder das bessere Handy als andere Kinder.

Andere Eltern etablieren ein Belohnungssystem, nach dem Kinder etwas zu Hause erledigen oder gute Schulnoten nach Hause bringen müssen, damit ihre Wünsche erfüllt werden. Sie finden, dass man dafür etwas tun oder leisten muss.

Ein entscheidender Nachteil an den beiden Methoden ‚Handeln‘ und ‚Belohnen‘ ist, dass Kinder damit nicht unabhängig von ihren Eltern lernen können, mit Geld umzugehen. Wenn sie kein eigenes Geld haben, das sie ausgeben, sparen oder einteilen können, dann können sie keine eigenen Erfahrungen als Konsumenten sammeln. Darum empfehlen Elternratgeber, Jugendämter und Pädagogen, den Kindern Taschengeld zu geben. Eine Empfehlung, die ich nur bekräftigen kann. Dabei sollte das Taschengeld unabhängig von Schulnoten oder Mithilfe zu Hause gegeben werden und auch nicht zur Strafe gekürzt werden. Am besten lernen Kinder den Umgang mit Geld, wenn sie es regelmäßig und ohne jede Bedingung zur Verfügung haben.

Ab welchem Alter sollen Kinder Taschengeld bekommen?

Kinder lernen erst in der Schule rechnen. Sie können also vorher noch gar kein Verständnis von Geld entwickeln. Für kleinere Kinder erscheinen Münzen oft wertvoller als eine Banknote. Deshalb ist sinnvoll, den Kindern erst ab etwa 6 Jahren ein kleines Taschengeld zu geben, mit dem sie sich Süßigkeiten oder andere Kleinigkeiten kaufen können. Solange die Kinder noch im Grundschulalter sind, sollte das Taschengeld auch wöchentlich ausgezahlt werden, weil der Zeitraum besser überblickt werden kann.

Wie viel Taschengeld sollen Kinder bekommen?

Die folgenden Taschengeldempfehlungen orientierten sich an den Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts. Das sind aber keine starren Regeln. Denn das Taschengeld hängt ja auch davon ab, wie viel Geld überhaupt in einer Familie vorhanden ist. Eine Familie mit mehreren Kindern, die jeden Cent dreimal umdrehen muss, kann natürlich weniger Taschengeld geben als eine Familie mit höherem Einkommen.

Alter des Kindes Betrag
6 bis 7 Jahre 1 bis 2 Euro / Woche
8 bis 9 Jahre 2 bis 3 Euro / Woche
10 bis 11 Jahre 15 bis 20 Euro / Monat
12 bis 13 Jahre 20 bis 25 Euro / Monat
14 bis 15 Jahre 30 bis 38 Euro / Monat
16 bis 17 Jahre 45 bis 60 Euro / Monat
Ab 18 Jahre ab 70 Euro / Monat

Was soll mein Kind von seinem Taschengeld bezahlen?

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Was tun, wenn das Girokonto im Minus ist?

Mehr Sport treiben, weniger Alkohol trinken, mit dem Rauchen aufhören, mehr Lesen statt Medienkonsum … Haben Sie sich etwas davon vorgenommen? Oder sind Sie mit Ihrer Fitness zufrieden, wollen sich aber endlich um Ihre Finanzen kümmern? Vielleicht auch, weil Ihr Girokonto gerne mal im Minus ist, und Sie sich fragen, wie Sie das abstellen können?
Der Jahreswechsel ist ein guter Anlass, sich mit seinem Geld und den roten Zahlen auf dem Konto zu befassen. Denn die Kontoüberziehung kostet richtig Geld: Die Dispozinsen liegen durchschnittlich bei etwa 10 % pro Jahr. Wenn Sie mit Ihrem Konto ständig etwa 500 EUR im Minus sind, kommen zu Ihren Kontoführungsgebühren noch gut 50 EUR an Dispozinsen pro Jahr hinzu – und das, obwohl die Guthabenzinsen inzwischen bei 0 % angelangt sind.

Was also tun, wenn Sie regelmäßig den Dispo Ihrer Bank in Anspruch nehmen müssen, weil Sie mehr Geld benötigen, als Sie auf Ihrem Girokonto haben? Naheliegende Antwort: Weniger Geld ausgeben als Sie haben. Doch das ist oft gar nicht so einfach, weil viele keinen genauen Überblick über ihre Ausgaben haben. Wenn sie den Kontoauszug studieren, stellen sie fest, dass sie zahlreiche Verpflichtungen haben und viele Beträge regelmäßig abgebucht werden.
Wenn Ihr Konto im Minus ist, dann helfen die folgenden 3 Schritte, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen.

1. Schritt: Ergründen Sie, welche Ausgaben Ihr Konto ins Minus führen.

Zunächst sollten Sie prüfen, warum Sie ständig in den Miesen sind. Haben Sie sehr hohe feste Ausgaben, wie beispielsweise eine hohe Miete oder teure Versicherungsbeiträge? Oder zerrinnt Ihnen das Geld zwischen Fingern für persönliche Gegenstände, Kleidung oder Freizeitaktivitäten? Eine Übersicht kann helfen, die Ausgaben zu identifizieren, die die größten Löcher in Ihren Geldbeutel reißen. Ein Formular, in dem Sie Ihre Ausgaben im Überblick erfassen können, finden Sie hier: Haushaltsplan.

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Haushaltsbuch führen – (k)eine mühsame Angelegenheit

Kennen Sie das? Sie öffnen Ihr Portemonnaie und stellen fest, dass weniger Geld drin ist, als Sie dachten. Oder Sie checken Ihren Kontostand und fragen sich, warum Ihr Guthaben geringer ist als nach Ihrer überschlägigen Kalkulation? Wenn Sie genau nachdenken, dann fallen Ihnen all die Ausgaben ein, die Ihren Kontostand geschmälert haben. Vielleicht beschleicht Sie dann der Gedanke, doch einmal genauer Buch zu führen, damit Sie wissen, wofür Sie Ihr Geld eigentlich ausgeben.

Aber das gute alte Haushaltsbuch verursacht bei vielen Menschen erst einmal Widerwillen. Es gilt als altbacken, spießig, anstrengend, langweilig und öde, denn es erinnert uns an die Sparnormen aus früheren Zeiten, als dem Konsum fast noch etwas Ruchhaftes und Unserioses anhaftete. Heute ist unser Umgang mit Geld lässiger und freizügiger geworden, wie sich ja auch die Welt der Finanzen in den letzten Jahrzehnten komplett verändert hat. Dem Haushaltsbuch aus früheren Tagen sind längst die alten Zöpfe abgeschnitten und unserem heutigen Umgang mit Geld angepasst worden.

Wie Sie das Haushaltsbuch heute für sich nutzen können, um einen Überblick über Ihre Finanzen zu erhalten und zu verstehen, wo Ihr Geld bleibt, lesen Sie:

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‚Automatisch‘ Geldanlegen – Robo-Advisor als Vermögensverwalter

Die Digitalisierung ist in aller Munde und spielt in zahlreichen Lebensbereichen eine wichtige Rolle, in der Arbeitswelt, in der Bildung und auch privat. Diese Entwicklung macht vor dem Finanzsektor nicht halt: Unter dem Begriff FinTech, zusammengesetzt aus Finanzdienstleistungen (englisch financial services) und Technologie (technology), werden all die Finanzdienstleistungen zusammengefasst, die – häufig von Start ups – mit modernen digitalen Technologien entwickelt und betrieben werden. Dazu gehören neueste Bezahlsysteme und digitale Kontoführung, Crowdfunding-Plattformen und digitale Marktplätze, auf denen Kreditgeber und Kreditnehmer zusammen gebracht werden, digitale Finanzdienstleistungen für den gewerblichen Sektor und vieles mehr.

Die Geldanlagen, also die Investition von Vermögen in Wertpapiere oder andere Finanzanlagen, ist ebenfalls ein verbreitetes Anwendungsgebiet der FinTechs. Und hier kommen die Robo-Advisor ins Spiel:

Was sind Robo-Advisor?

Robo-Advisor ist auch so eine Wortschöpfung wie FinTech. Es handelt sich um Roboter, also computergestützte Berater (engl. advisor), die in einem automatisierten Prozess das Geld des Kunden in Aktien und/oder Anleihen anlegen. Dabei entscheiden Algorithmen – das sind computergestützte Entscheidungsregeln -, welche Wertpapiere für das Portfolio gekauft werden. Bevor Kunden ihr Wertpapierdepot mit Hilfe einer digitalen Vermögensverwaltung aufbauen können, müssen die Robo-Advisor ihre Kunden zumindest ein wenig kennenlernen, um die richtigen Algorithmen anzuwenden. Dazu werden den Kunden etliche Fragen zu ihren Erfahrungen mit Geldanlagen, zu ihrer Risikoneigung und ihrer Risikotragfähigkeit gestellt. Weiterlesen

Nachhaltig – ethisch – sozial! Beim Geldanlegen Gutes tun

Wir trennen Müll, nehmen eine Einkaufstasche mit in den Supermarkt, um Plastiktüten zu sparen oder lassen das Auto zu Hause stehen und nehmen stattdessen die Straßenbahn. Mit vielen kleinen Alltagsentscheidungen versuchen wir, unseren Beitrag zu leisten – ja, wofür eigentlich? Wir wollen hier nicht hausen und alle verfügbaren Ressourcen verbrauchen, als gäbe es kein Morgen. Sondern wir wollen nachhaltig handeln – mit unterschiedlicher Entschiedenheit und Konsequenz.

Der Begriff Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Waldwirtschaft: Es sollten nur so viele Bäume in einem Wald gerodet werden, wie in absehbarer Zeit wieder nachwachsen können. Populär wurde der Begriff besonders in den 1980er Jahren, als die Brundtland-Kommission der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und Entwicklung folgende Definition lieferte: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“.

Und nun kommt das Geld ins Spiel. Wer sich Gedanken über Waffenproduktion, Kinderarbeit oder Ausbeutung von Bodenschätzen macht, kann sein Engagement und seine Werthaltung auch auf seine Geldanlagen ausdehnen. Aber Vorsicht – der Wunsch, mit seinem Geld Gutes zu tun, darf nicht den Blick auf die Fallstricke und Risiken verstellen. Nachhaltige Geldanlagen sind nicht immer die besseren Anlagen. Genauer hinschauen ist auf jeden Fall notwendig!

Wenn Sie sich schon länger einmal damit befassen wollten, dann lesen Sie hier Tipps über die ersten Schritte auf dem Weg zu nachhaltig-ethischen Geldanlagen.

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Wie hoch wird meine gesetzliche Rente sein? Eine Kurzanleitung für die Renteninformation

In Wahlkampfzeiten überschlagen sich die Parteien mit vielen Vorschlägen, mit denen sie die Aufmerksamkeit der Wähler und auch der vielen Nichtwähler auf sich ziehen wollen. Manche Vorschläge sind richtig gut – nur schade, dass sie nach der Wahl oft schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Eine Sorge, die viele Menschen umtreibt, ist die Frage: Wie viel Geld werde ich einmal haben, wenn ich in Rente gehe. Kaum ein Lebensbereich ist mit so viel Unsicherheit und gefühlt so geringer Planbarkeit verbunden wie der Ruhestand. So schlägt Kanzleramtsminister Peter Altmaier sinnvollerweise vor, ein digitales Verbraucherportal soll Auskunft darüber geben, wie es um die Finanzen im Alter bestellt ist. Hoffen wir, dass der Vorschlag nach der Bundestagswahl weiter verfolgt wird!

Eine erste Hürde dabei ist allerdings die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung, die regelmäßig jedem Beitragszahler zugeschickt wird, um ihn über den aktuellen Stand seiner Rentenansprüche zu informieren. Eine Kurzanleitung hilft Ihnen, die Renteninformation zu verstehen. Weiterlesen

Wenn guter Rat beim Geldanlegen angeblich nichts kostet

Wer sich ein Auto kaufen möchte, informiert sich häufig intensiv mit Hilfe von Herstellerprospekten der Autofirmen, liest einschlägige Zeitschriften, unternimmt Probefahrten und bespricht den Kauf mit Familie und Freunden. Schließlich geht es um viel Geld – ein Auto kauft man eben nicht alle Tage. Je nach Neigung und technischem Sachverstand macht die Informationssuche viel Spaß – und am Ende kennt man sich auch sehr gut aus mit seiner Neuerwerbung.

Völlig anders verhält es sich mit Finanzprodukten. Auch hier ist oft viel Geld im Spiel – doch das ist erst einmal nicht so sichtbar. Große Summen münden in Versicherungs- oder Geldanlageprodukte – und dafür kann man keinen sichtbaren materiellen Gegenstand sein eigen nennen. Die nächste Hürde besteht in der riesigen Produktvielfalt der Finanzprodukte auf der einen Seite, und einer großen Unsicherheit und fehlendem Wissen auf der anderen Seite. Um beim Vergleich mit dem Auto zu bleiben: Man muss kein Autoexperte sein – am Ende besitzt man einen fahrbaren Untersatz; und ob bestimmte technische Finessen vorhanden sind oder nicht, spielt für den Gebrauch des Autos nur eine geringe Rolle. Ergo: das Risiko, das falsche Auto zu kaufen, ist gering.

Bei Finanzprodukten gehen Verbraucher deutlich höhere Risiken ein, sich falsch zu entscheiden. Erschwerend kommt hinzu: Sie können die Risiken und Folgen vieler Verträge meist nicht richtig einschätzen. Hier ist also guter Rat notwendig!

Ist guter Rat teuer?

Doch wo soll man sich Rat suchen? Wo erhält man die nötigen Informationen, die man für seine Entscheidungen braucht? Was kostet der Rat? Und die vielleicht wichtigste Frage: Wie sind die angebotenen Informationen einzuschätzen?

Die Verbraucherpolitik spricht gerne vom mündigen Verbraucher, dem nur die nötigen Informationen zur Verfügung gestellt werden müssen, damit er sich für die richtigen Produkte entscheiden kann. Fragt sich nur, wer uns mit Informationen über Finanzprodukte versorgt und mit welchem Interesse? Weiterlesen

Kaufen Sie Aktien! Und was Sie dabei beachten sollten

Neulich flatterte die Werbeanzeige einer großen Direktbank ins Haus, in der für den Kauf von Aktien geworben wird. Auf Initiative der Börse Frankfurt wurde für den 16. März 2016 der „Tag der Aktie“ ausgerufen, um die Aktienmuffel in Deutschland aufzurütteln und zum Aktienkauf zu bewegen. Dies soll dann auch besonders leicht gemacht werden, weil erstens eine Vorauswahl von Aktien und Aktienindexfonds getroffen wird, aus der der neu gewonnene Anleger bzw. die neu gewonnene Anlegerin nur noch auswählen muss. Zweitens wird mit einem Schnäppchen geworben: Der Wertpapierkauf ist an diesem Tag kostenlos, also ohne weitere Gebühren.

Doch Vorsicht ist geboten.

Denn natürlich haben die Börse und die Banken recht: Aktien sind ein lohnendes Investment, gerade weil für Tagesgeld oder Festgeld fast keine Zinsen mehr gezahlt werden. Im Gegenteil: Zwar traut sich die Bankenwelt noch nicht daran, von Privatleuten Strafzinsen zu verlangen, wenn man Geld bei der Bank hortet. Aber Banken ihrerseits müssen schon Zinsen bezahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank (EZB) einlegen.

Wer also Geld erwirtschaften möchte, sollte sich mit Aktien anfreunden. Allerdings sind dabei einige Dinge zu beachten, damit man nicht Schiffbruch erleidet und bei Börseneinbrüchen größere Verluste hinnehmen muss. Weiterlesen

Hotel „Mama“ und die finanziellen Folgen

In den USA, dem Mutterland aller Ratgeber, widmet sich eine Website den Problemen, die aus dem Zusammenleben mit erwachsenen Kindern in einem Haushalt entstehen können – die Süddeutsche berichtete darüber – und ruft aufmunternd zu: „Sie sind nicht allein!“ Vielmehr können dort kostenpflichtig Ratgeber erworben werden, die betroffenen Eltern helfen, diese Lebenslage zu meistern (www.adultchildrenlivingathome.com). Spannend ist daran, dass Ratgeber wie diese dokumentieren, welche Probleme eine Gesellschaft besonders drücken. Und eines dieser Themen ist die knifflige Frage, wie das Zusammenleben auch und gerade in finanzieller Hinsicht mit erwachsenen Kindern gelingen soll, die entweder das Elternhaus nicht verlassen oder gar wieder bei Mama und Papa einziehen.

Solange Kinder noch nicht volljährig sind, scheint die Sache weitgehend klar zu sein: Die Eltern sind für ihre Kinder verantwortlich und haben deshalb auch das Sagen. Sie fordern ihre Sprösslinge – mehr oder weniger erfolgreich – auf, ihr Zimmer aufzuräumen, für die Schule zu lernen oder im Haushalt mitzuhelfen. Eltern regeln die finanziellen Belange des Haushalts und kümmern sich um den Lebensunterhalt. Sie geben den Kindern Taschengeld. Sie legen fest oder handeln mit den Kindern aus, welche Dinge sie brauchen und von den Eltern gekauft werden.

Doch was tun, wenn die lieben Kleinen längst erwachsen geworden sind, in Jobs mal mehr, mal weniger Geld verdienen, sich am Kühlschrank bedienen und ihre Schmutzwäsche in den Wäschekorb legen, kurz: sich im Hotel „Mama“ niederlassen? Soll das Hotel „Mama“ – um im Bild zu bleiben – etwas kosten? Und wenn ja, wieviel? Weiterlesen