Sind Frauen die schlechteren Anleger?

Warum Frauen nicht einparken und Männer nicht zuhören können – So oder so ähnlich lauteten Titel von Büchern, Artikeln oder Kabarettprogrammen, in denen es um den „kleinen Unterschied mit den großen Folgen“ (Alice Schwarzer) geht, um Unterschiede zwischen Frau und Mann. Ein weitreichender Unterschied zwischen den Geschlechtern besteht in ihrem Umgang mit Geld. So wird regelmäßig in Studien herausgefunden, dass Frauen weniger risikofreudig sind, sich weniger mit Geld beschäftigen und (sic!) daher auch finanzielle Nachteile erleiden, wie die FAZ kürzlich schrieb. Die Autorin stellt zu Recht fest, dass Anlegerinnen in der Niedrigzinsphase Renditen entgehen, wenn sie weniger Aktieninvestments trauen und zudem ihre Geldanlage weniger langfristig angehen.

Die Schwierigkeit an dieser Debatte ist, dass jeder aus seiner Alltagserfahrung etwas dazu beitragen kann, dass aber zugleich viele Fallen drohen, auf Klischees und Stereotype hereinzufallen: Frauen würden eben lieber shoppen als sich mit Geld beschäftigen. Männer seien schon anthropologisch als Jäger eher auf Risiko geeicht usw. Klarer sieht man in der Diskussion um die Geschlechterunterschiede, wenn man versucht, den Unterschieden auf den Grund zu gehen. Weiterlesen